Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee greift gegnerische Energie- und Verkehrsinfrastruktur an

28.10.2026 14:43 Uhr
14:43 Uhr
Selenskij: Kiew erhält von den USA nur zwölf Patriot-Raketen pro Monat
Die Ukraine erhalte von den USA pro Monat durchschnittlich zwölf Abfangraketen für Patriot-Systeme, teilt Wladimir Selenskij in einem Gespräch mit Journalisten mit. Er merkt jedoch an, dass Kiew allein im Oktober bereits 35 Raketen verbraucht habe. Selenskij wirft US-Kriegsminister Pete Hegseth vor, die Lieferungen nicht zu genehmigen.
"Es liegen Dokumente auf dem Schreibtisch von Minister Hegseth, die er bereits unterzeichnet hat – er glaubt vielleicht, er habe alles unterzeichnet. Doch das ist nicht so. So gibt es beispielsweise ein Paket aus den Vereinigten Staaten mit zwölf Raketen, das er tatsächlich unterzeichnet hat. Das ist sehr gut. Aber ich habe in diesem Monat bereits 35 verbraucht. Es geht also um die 23 weiteren Raketen, die ich anderweitig beschaffen konnte."
14:12 Uhr
Telefonat mit Putin: Europas Streit über den Dialog mit Russland

Der russische Präsident Wladimir PutinAlexander Kasakow / Sputnik Das Telefonat Putins mit Finnland und Norwegen nährt Hoffnungen auf neue Ukraine-Verhandlungen. Während Moskau Europa fehlende neue Ansätze vorwirft, warnen westliche Medien vor einer Spaltung der europäischen Verbündeten Kiews und einer geschwächten gemeinsamen Linie gegenüber Russland.
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13:48 Uhr
Vizeaußenminister: Moskau wirkt Versuchen entgegen, Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi zu behindern
Die Erfahrung früherer Treffen zur Ukraine zeigt, dass die sogenannte "Kriegspartei", womit in erster Linie die führenden europäischen Länder gemeint sind, die vernünftigen Ansätze blockieren, die von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump vorangetrieben werden. Dies erklärte der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow.
"Und das weckt in Kiew falsche Illusionen, was zu einer Verlängerung des Konflikts führt. Das haben wir in der Vergangenheit gesehen", sagte Rjabkow am Mittwoch gegenüber Journalisten.
Und weiter:
"Wir möchten nicht, dass sich diese Geschichte jetzt wiederholt – gerade in einer Zeit, in der ernsthaft über die Möglichkeit eines Kontakts in Abu Dhabi diskutiert wird. Wir werden dem entgegenwirken."
Das Treffen zwischen Russland, den USA und der Ukraine soll in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Abu Dhabi, Anfang November stattfinden. Laut Rjabkow befindet sich Russland in einer "Vorbereitungsphase".
13:15 Uhr
Russische Armee befreit zwei Ortschaften
In den vergangenen 24 Stunden setzen die russischen Streitkräfte die Kampfhandlungen zur Befreiung von Ortschaften von gegnerischen Truppen fort.
Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilt, hätten die Einheiten des Truppenverbands Nord im Zuge des entschlossenen Vorgehens die Siedlungen Alisowka im Gebiet Charkow und Barilowka im Gebiet Sumy eingenommen.
12:44 Uhr
Panzer zerstören Anlagen ukrainischer Armee im Raum Dnjepropetrowsk (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Panzerbesatzungen des Truppenverbands Ost im Einsatz. Sie setzten laut der Behörde in Moskau gegnerische Ziele im Gebiet Dnjepropetrowsk mit T-80BW-Panzern außer Gefecht.
12:05 Uhr
Außenministerium: Moskau hofft auf Beseitigung der Ursachen des Ukraine-Konflikts durch Dialog mit USA
Moskau führe derzeit einen "engen und intensiven Dialog" mit Washington zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine, erklärt der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow in einem Gespräch mit TASS.
"Wir setzen darauf, dass die Bemühungen des US-Präsidenten und seines Teams – insbesondere im Hinblick auf die Ukraine – den Zeitpunkt näherbringen werden, an dem wir konkret über die Einleitung einer nachhaltigen, verlässlichen und dauerhaften Beilegung sprechen können."
Moskau hoffe, dass eine solche Lösung Russlands grundlegende Interessen garantieren und es ermöglichen werde, jene Probleme zu lösen, die die Hauptursachen des Konflikts bildeten, betont der Diplomat.
11:28 Uhr
Frontbericht: Russische Armee greift gegnerische Energie- und Verkehrsinfrastruktur an

Sergei Bobylew / Sputnik Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.160 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 195 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär sechs Autos.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär etwa 240 Kämpfer. Zusätzlich setzten die russischen Soldaten ein gepanzertes Kampffahrzeug, 15 Autos, zwei Feldartilleriegeschütze, einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad und sechs Stationen für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd büßten die ukrainischen Streitkräfte mehr als 155 Kämpfer ein. Zudem wurden zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 31 Autos und drei Artilleriegeschütze getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte erlitten die Kiewer Truppen einen Verlust von mehr als 335 Kämpfern. Überdies setzte die russische Armee neun gepanzerte Kampffahrzeuge, zehn Autos und zwei Stationen für elektronische Kampfführung außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Streitkräfte Verluste von mehr als 215 Soldaten hinnehmen. Ferner zerstörte das russische Militär in diesem Operationsbereich zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, sieben Autos und ein Artilleriegeschütz.
Die Verluste der ukrainischen Armee im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr beliefen sich auf etwa 20 Soldaten. Außerdem wurden fünf Autos und eine Station für elektronische Kampfführung zerstört.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Objekte der Energie- und Verkehrsinfrastruktur, die von den ukrainischen Truppen genutzt werden, Munitionslager sowie Produktionsstätten und Lager für Drohnen angegriffen.
Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner wurden in 142 Bezirken ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte schossen zwei Langstreckenraketen vom Typ Neptun und 617 Starrflüglerdrohnen ab.
Seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 674 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 273.040 unbemannte Luftfahrzeuge, 672 Flugabwehrraketensysteme, 31.439 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.794 Mehrfachraketenwerfer, 36.830 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 75.823 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.
11:10 Uhr
Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden drei Zivilisten verletzt
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, hat der Gegner binnen 24 Stunden 39 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte hätten 168 ukrainische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Siebenmal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldet drei Verletzte. Zu Schaden seien eine Tankstelle, sechs Busse, ein Pkw, Energieanlagen und ein Verwaltungsgebäude gekommen.
10:29 Uhr
Russlands Menschenrechtsbeauftragte meldet keine Verstöße gegen Waffenruhe in Aljoschki
Seit Dienstag, als die Waffenruhe in der Stadt in Aljoschki im Gebiet Cherson in Kraft trat, habe Russland keine Verstöße verzeichnet. Dies teilt die Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa auf Telegram mit.
"Während der 30-stündigen Waffenruhe in Aljoschki wurden keine Zwischenfälle registriert."
Sie fügt hinzu, dass sie mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmitri Lubinez in Kontakt stehe und gemeinsam mit ihm die Umsetzung der Vereinbarungen koordiniere.
Die Ombudsfrau dankt insbesondere der First Lady der USA, Melania Trump, für die persönliche Unterstützung der humanitären Mission und die Hilfe für die Bewohner der Stadt.
Laut Lantratowa soll die Feuerpause bis 22:59 Uhr Moskauer Zeit am 1. November gelten.
09:47 Uhr
Medien: Von der Leyens Vertrauter könnte EU-Delegation bei Friedensgesprächen in Abu Dhabi leiten
Die EU-Kommission und der EU-Rat beschäftigten sich nun damit, ein gemeinsames Team aus hochrangigen Beamten zusammenzustellen, das an der nächsten Gesprächsrunde über die Ukraine teilnehmen soll. Dies berichtet Euronews. Das Treffen werde voraussichtlich Anfang November in Abu Dhabi stattfinden. Das genaue Datum sei noch nicht festgelegt worden.
Wie es heißt, könnte Björn Seibert, "der einflussreiche Kabinettschef von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen", die EU-Delegation leiten, so Euronews. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte:
"Wir setzen uns entschlossen dafür ein, nicht nur den Krieg zu beenden, sondern einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. Das ist unser Ziel, und diesen Standpunkt verteidigen wir in den laufenden Gesprächen."
Euronews merkt an, dass Brüssel nun offen seine Absicht zum Ausdruck bringe, die bevorstehenden Verhandlungen in einem multilateralen Format zu führen – unter Beteiligung von Europäern, Ukrainern, Amerikanern und Russen. Bislang hätten im Rahmen des Friedensprozesses bilaterale Treffen zwischen Moskau und Washington oder dreiseitige Verhandlungen unter Beteiligung Kiews stattgefunden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

