Liveticker Ukraine-Krieg – Kretschmer: Deutschland ist längst Kriegspartei im Ukraine-Konflikt

14.09.2026 15:26 Uhr
15:26 Uhr
FSB: Tausende Einheiten von NATO-Waffen in befreiten Gebieten der DVR entdeckt
In den durch die russischen Streitkräfte befreiten Ortschaften der Volksrepublik Donezk seien Verstecke mit Tausenden Einheiten von NATO-Waffen gefunden worden, berichtet die FSB-Abteilung in der DVR. Es handele sich unter anderem um die Lieferungen aus den USA, Italien, Polen und Tschechien.
"Dies beweisen sowohl die Kennzeichnungen als auch die Modelle der Kleinwaffen selbst. Sie stammen hauptsächlich aus den USA, Italien und Tschechien. Dies gilt insbesondere für Kleinwaffen. So tragen beispielsweise Colt-Gewehre die Aufschrift 'Eigentum der US-Regierung'. Auch die R70-Gewehre, die seit Kurzem regelmäßig an die ukrainischen Streitkräfte geliefert werden, stammen aus Italien. Es gibt auch polnische Sturmgewehre."
Wie es heißt, sei die Anzahl der europäischen Länder, die die ukrainischen Truppen mit Munition beliefern, deutlich größer.
Nach Angaben des FSB könnten bis zu 60.000 Waffeneinheiten aus der Ukraine auf den Schwarzmarkt gelangt sein. Waffen aus ukrainischen Lagern würden bereits in den Händen mexikanischer Drogenkartelle gefunden worden.
Westliche Beamte bestreiten, dass aus dem ukrainischen Staatsgebiet Waffen systematisch durchsickerten. Kiew weise jegliche Beteiligung von sich, so der FSB.
15:25 Uhr
Russlands Außenministerium: Europa will das neonazistische Regime in Kiew aufrechterhalten
Europa versorge Kiew mit Waffen, darunter mit Langstrecken-Drohnen und Raketen, sowie mit Aufklärungsdaten. Dies weise darauf hin, dass die europäischen Staaten "den bloßen Gedanken an die Suche nach friedlichen Lösungen für die Krise" ablehnten, erklärt Michail Galusin, Russlands stellvertretender Außenminister, gegenüber Iswestija. Der Diplomat betont, dass das Ziel Europas darin bestehe, das "russophobe, neonazistische Regime" in Kiew aufrechtzuerhalten.
Hinter dem Anspruch der Europäer auf einen Platz am Verhandlungstisch stehe ihr Wunsch, dem Kiewer Regime bei der Ausarbeitung künftiger Friedensabkommen einen Vorteil zu verschaffen, merkt Galusin weiter an. Europa agiere nicht als Vermittler, sondern als Teil einer "vereinten Delegation des Westens und der Ukraine" gegen Russland.
Laut dem Diplomaten hätten die Europäer seit Kriegsbeginn mehrere Möglichkeiten gehabt, eine konstruktive Rolle bei der Lösung des Konflikts zu spielen, sie hätten jedoch nichts unternommen.
14:48 Uhr
Russische Armee zieht Kessel im Gebiet Charkow weiter zu
Die Einheiten des russischen Truppenverbands Nord verstärken die Einkesselung der gegnerischen Truppen im Gebiet Charkow und erweitern die Kontrollzone, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau im täglichen Frontbericht.
Derzeit fänden aktive Kämpfe zur Befreiung der Ortschaft Malaja Woltschja statt. Zudem habe das russische Militär die blockierten Formationen nahe der Siedlung Olchowatka eliminiert, hieß es weiter.
Die ukrainischen Streitkräfte hätten an einem Tag bis zu 60 Soldaten und ein gepanzertes Kampffahrzeug mit Besatzung bei dem Versuch verloren, aus der Absperrung in der Nähe der Ortschaft Tschjornoje auszubrechen.
Seit Monatsbeginn seien bei der Einkesselung bis zu 460 ukrainische Kämpfer, 13 gepanzerte Kampffahrzeuge, 8 Pick-ups, 13 Quads und 21 bodengestützte Robotersysteme außer Gefecht gesetzt worden.
14:11 Uhr
Ukrainische Armee greift Lebensmittelladen und Kunstschule in Energodar mit Drohnen an
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht eine Drohnenattacke auf zivile Ziele in Energodar, der Satellitenstadt des AKW Saporoschje, durchgeführt, wie Bürgermeister Maxim Puchow berichtet. Insgesamt habe der Gegner neun Drohnen eingesetzt: Sieben davon hätten den Lebensmittelladen Tawrida angegriffen, zwei weitere seien nicht detoniert. Zudem seien Fenster in einer Kinderkunstschule beschädigt worden. Glücklicherweise habe es keine Verletzten gegeben, so Puchow. Eine Drohne sei in das Gebäude geflogen – vermutlich nachts oder frühmorgens.
13:20 Uhr
Russische Armee befreit binnen 24 Stunden drei Ortschaften
Im Laufe des Tages habe das russische Militär drei Ortschaften befreit. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag mit.
Wie es heißt, seien die Siedlungen Schirokoje und Schewtschenkowo im Gebiet Charkow durch die Einheiten des Truppenverbands Nord befreit worden. Zudem hätten die Soldaten des Truppenverbands Dnjepr die Ortschaft Nowoandrejewka im Gebiet Saporoschje befreit.
12:38 Uhr
Experte: Kiew verliert binnen einer Woche fast 9.500 Kämpfer
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Armee auf fast 9.500 Personen. Dies berichtet der Militärexperte Andrei Marotschko unter Berufung auf die Daten des russischen Verteidigungsministeriums.
"Die medizinischen und unersetzlichen Verluste des Gegners in der vergangenen Woche beliefen sich auf etwa 9.480 ukrainische Kämpfer und Söldner. Die Einheiten des Truppenverbands Mitte, der in der Volksrepublik Donezk operiert, haben dem Gegner den größten Schaden zugefügt."
Marotschko präzisiert, dass das russische Militär in den vergangenen sieben Tagen etwa 5.600 ukrainische Drohnen, zwölf unbemannte Boote, 19 Seeschiffe, 31 Feldartilleriegeschütze, 35 Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr sowie fast 600 gepanzerte Kampffahrzeuge zerstört habe.
11:59 Uhr
Eisenbahnzüge mit Militärgütern für ukrainische Armee getroffen
Die russischen Streitkräfte hätten Lokomotiven und Militärzüge in den Gebieten Dnjepropetrowsk, Saporoschje, Poltawa, Nikolajew und Odessa getroffen, die verschiedene Militärgüter durch die Ukraine transportierten. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Drohnen vom Typ Geran-4-Seeker seien dabei eingesetzt worden.
Ziel dieser systematischen Angriffe auf die ukrainische Transportinfrastruktur sei es, die logistischen Kapazitäten des Gegners zu reduzieren, so die Militärbehörde.
11:14 Uhr
Kretschmer: Deutschland ist längst Kriegspartei im Ukraine-Konflikt

Sachsens Ministerpräsident Michael KretschmerSven Hoppe/picture alliance via Getty Images Laut dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sei Berlin "längst" eine Kriegspartei im Konflikt zwischen Moskau und Kiew. Dies erklärt der CDU-Politiker in einem Gespräch mit der Sächsischen Zeitung und der Leipziger Zeitung.
"Es ist nicht unser Krieg […] Wir haben immer gesagt, wir dürfen nicht Kriegspartei werden. Ich würde sagen, wir sind es längst. Das ist ein Riesenfehler."
Ihm zufolge erwecke dies Sorgen und Angst in der Bevölkerung. Deshalb müssten die Behörden in eigene Verteidigung investieren. Um potenzielle Angriffe auf Deutschland und Europa von vornherein zu unterbinden, sei eine Abschreckung erforderlich, so Kretschmer weiter. Er verteidigt die Ansiedlung von Rüstungsbetrieben in Sachsen und weist darauf hin, dass "Raketen, die auf uns fliegen" zerstört werden müssten. Die dafür benötigte Technik müsse im eigenen Land produziert werden, betont der Politiker.
10:37 Uhr
DVR-Chef: Russische Armee setzt Kämpfe um Druschkowka, Dobropolje und Krasny Liman fort
Die russischen Streitkräfte kämpfen weiterhin um die wichtigen Städte in der Volksrepublik Donezk, berichtet DVR-Chef Denisch Puschilin.
Ihm zufolge finden derzeit Kämpfe an den Stadträndern von Druschkowka statt. Das russische Militär umzingele weiterhin die Stadt.
Auch die Befreiung von Dobropolje dauere an, so Puschilin weiter. Die Kämpfe fänden bereits sowohl im Wohngebiet mit Mehrfamilienhäusern im Süden der Stadt als auch im privaten Wohnungssektor in den nördlichen Stadtteilen statt. Der DVR-Chef präzisiert, dass Dobropolje lange als wichtiger Versorgungsknotenpunkt für die ukrainischen Streitkräfte im Ballungsraum Slawjansk-Kramatorsk gedient habe.
In Krasny Liman und in der Umgebung der Stadt dauern die ebenfalls heftigen Kämpfe an. Der Gegner verlege weiterhin zusätzliche Einheiten, sagt Puschilin.
09:59 Uhr
Gebiet Kursk: Zwei Zivilisten durch herabfallende Trümmerteile einer Rakete verletzt
In der Nacht habe das russische Luftabwehrsystem einen gegnerischen Marschflugkörper über der Stadt Kursk abgeschossen, wie Alexander Chinstein, der Gouverneur des Gebiets Kursk, mitteilt. Durch herabfallende Trümmerteile erlitten zwei Männer Verletzungen. Zudem seien dabei drei Mehrfamilienhäuser, acht Privathäuser, ein Verwaltungsgebäude, ein Kindergarten und sechs Autos beschädigt worden.
Nach Angaben von Chinstein seien binnen 24 Stunden 125 Geschosse auf die Region abgefeuert worden. Die Luftabwehrkräfte hätten 208 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. 35 Mal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es. Zu Schaden seien ein Privathaus und fünf Pkw gekommen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
