Russland

Schiffsunglück vor der Südküste Kamtschatkas

Vor der Südküste der russischen Halbinsel Kamtschatka ist es zu einem Brand auf einem Fischtrawler gekommen. Die Mehrzahl der Besatzung konnte gerettet werden, vier Besatzungsangehörige werden noch vermisst.
Schiffsunglück vor der Südküste Kamtschatkas© Hauptdirektion des Ministeriums für Katastrophenschutz Russlands für die Region Kamtschatka

Wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet, hat sich am Freitag vor der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka ein Schiffsunglück ereignet. Demnach brach auf dem Fischerei-Fahrzeug Triumph mit einer Besatzung von 29 Personen ein Feuer aus, als es sich vor der kamtschatkischen Südküste östlich von Kap Chodschelaika befand. Die Besatzungsmitglieder verließen das Schiff und begaben sich auf Rettungsflöße. Die meisten der Schiffbrüchigen nahm das vorbeifahrende Schiff Perseus auf.

Wie sich herausstellte, hatten sich sieben Fischer der Triumph beim Brand verletzt. Drei der sieben Verletzten lehnten eine Behandlung im Krankenhaus ab, die vier anderen verwundeten Besatzungsmitglieder befinden sich mittlerweile im Regionalkrankenhaus von Kamtschatka. Bei zwei von ihnen soll der Zustand ernst sein. Wie die Ärzte berichten, leiden die Verletzten an einer Kohlenstoffmonoxidvergiftung sowie an Verbrennungen der oberen Atemwege.

Doch nicht die ganze Crew der Triumph konnte gerettet werden. Vier Besatzungsmitglieder werden noch vermisst. Das Fischerei-Fahrzeug Siwutsch begann mit der Suche nach den vermissten Besatzungsmitgliedern, mittlerweile ist ein weiteres Schiff im Einsatz. Auch das Rettungsschiff Suworowez hat den Hafen der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski verlassen und ist auf dem Weg ins Einsatzgebiet.

Wie die kamtschatkische Niederlassung des Seenotrettungsdienstes den Journalisten der TASS mitteilte, ist auf der havarierten Triumph weiterhin ein Feuer am Brennen. Auf den im Pazifik treibenden Rettungsinseln waren keine Personen zu entdecken. Da in Fernost bereits die Nacht hereingebrochen ist, wird die Suche erst am Sonntag wiederaufgenommen.

Mittlerweile hat die zuständige Behörde, die östliche interregionale Transportermittlungsabteilung des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation, Ermittlungen bezüglich der Brandursache sowie ein Strafverfahren wegen möglicher Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften zur See eingeleitet.

Es gibt drei Haupttheorien für das Unglück: eine technische Störung in der Elektronik des Schiffes, einen Verstoß der Besatzung gegen Brandschutzbestimmungen oder einen Verstoß gegen die technischen Betriebsvorschriften des Schiffes.

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