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"Nur mit Transparenten hört uns keiner" – Ausschreitungen und Plünderungen in Mailand

In Mailand kam es am vergangenen Wochenende am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten, Inflation und hohe Spritpreise zu schweren Krawallen.

Vor allem rund um den Domplatz zogen überwiegend schwarz gekleidete und vermummte Jugendliche, darunter viele Minderjährige, eine Spur der Verwüstung. Sie plünderten gezielt Geschäfte, setzten Fahrzeuge sowie Mülltonnen in Brand und richteten erhebliche Schäden an.

Im Zuge der Ausschreitungen kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften. Insgesamt wurden im Laufe des Wochenendes rund 160 Personen festgenommen, der Großteil davon war minderjährig. Auf beiden Seiten gab es zahlreiche Verletzte.

Laut beteiligten Jugendlichen verlief der Protest anfangs friedlich, bis die Polizei mit Schlagstöcken vorging. Von den Plünderungen distanzierten sich die meisten. Die Gewalt rechtfertigten sie jedoch als notwendiges Mittel, um Aufmerksamkeit zu erlangen: Mit simplen Transparenten gegen Inflation, Waffenlieferungen an die Ukraine und für mehr Geld für Schulen werde man vom Staat schlicht nicht gehört.

Die Szenen erinnern stark an die gewaltsamen Proteste im Nachbarland Frankreich. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt scharf und berief für Montag eine Sicherheitsrunde ein.

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