
Bericht: Mangel an Industrieschwefel führt weltweit zu Anstieg der Lebensmittelpreise

Vor Ausbruch des Krieges gegen Iran wurde etwa die Hälfte des weltweiten Schwefelvolumens durch die Straße von Hormus transportiert. Die Blockade dieser Seestraße führte jedoch dazu, dass die Schwefelpreise im Vergleich zum Vorkriegsniveau um fast das Zehnfache in die Höhe schossen.

Das ist auch abgesehen von Schwefellieferungen durch die Straße von Hormus verständlich – denn industrieller Schwefel ist eng mit der Erdölindustrie verbunden, die ebenfalls stark unter der Krise im Nahen Osten leidet. Bei industriellem Schwefel handelt es sich um ein Nebenprodukt der Öl- und Gasindustrie, das zu Schwefelsäure verarbeitet und zur Herstellung von Phosphatdüngern verwendet wird. Da jedoch die Düngemittelhersteller nicht die einzigen Abnehmer von Schwefel sind, ist angesichts des gravierenden Mangels nun ein harter Wettbewerb um die knappen Vorräte entbrannt. Und in diesem Konkurrenzkampf ziehen die Düngemittelkonzerne den Kürzeren.
Wie die Zeitung Financial Times berichtet, haben sich nun auch Bergbauunternehmen in den Kampf um Industrieschwefel eingemischt. Raghav Jain, ein Sprecher der Analyseagentur Argus, die Rohstoffpreise beobachtet, stellte fest, dass der Bergbausektor, der dank der hohen Metallpreise Rekordgewinne erzielt, den Preiskampf um die knappen Schwefelvorräte gegen die Düngemittelhersteller, deren Rentabilität geringer ist, "gewinnt".
Düngemittelhersteller sind bereits jetzt gezwungen, ihre Produktionsmengen zu drosseln. Sie warnen vor einem bevorstehenden Anstieg der Lebensmittelpreise. "Wir können diese gestiegenen Kosten nicht auf die Landwirte abwälzen, da deren Zahlungsfähigkeit begrenzt ist; daher bleibt uns nur die Möglichkeit, die Produktion zu drosseln", erklärte Andy Jung, Sprecher des Düngemittelherstellers Mosaic. Seinen Worten zufolge "wird dies erhebliche Auswirkungen auf die weltweiten Ernteerträge haben, was wiederum zu einem starken Anstieg der Lebensmittelpreise führen wird."
Mehr zum Thema – UNO: Öffnung der Straße von Hormus ist kein Ende des wirtschaftlichen Schocks
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.