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Russischer Botschafter: Manöver mit Atomwaffen sind Reaktion auf Aggressivität des Westens

Die aggressive Rhetorik des Westens zwinge Russland, Übungen mit taktischen Atomwaffen abzuhalten, erklärte in Washington, D.C. der Botschafter Russlands. Grund dafür seien nämlich jüngste Äußerungen einiger europäischen Politiker über die mögliche Entsendung westlicher Truppen in die Ukraine.
Russischer Botschafter: Manöver mit Atomwaffen sind Reaktion auf Aggressivität des WestensQuelle: Sputnik © Michail Turgijew

Am Montag hat der russische Generalstab auf Anordnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit den Vorbereitungen für Militärmanöver mit taktischen Atomwaffen begonnen. Die Manöver sollen in naher Zukunft im südlichen Militärbezirk Russlands nahe der ukrainischen Grenze in naher Zukunft stattfinden. Ziel der Militärmanöver unter Beteiligung der Luftstreitkräfte und der Marine ist es, eine Reihe von Maßnahmen zur Vorbereitung und zum Einsatz taktischer Atomwaffen zu testen.

Der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in den USA Anatoli Antonow sagte am Dienstag, der Entschluss über die Notwendigkeit dieser Übungen sei nicht unbegründet: "Es ist eine erzwungene Maßnahme als Reaktion auf die aggressive Politik des 'kollektiven Westens', die inakzeptable Sicherheitsbedrohungen für Russland und seine Bürger schafft." Laut Antonow versorgten die USA und ihre Verbündeten die ukrainischen Truppen weiterhin und mit "immer tödlicheren Waffen, die dazu bestimmt sind, russische Bürger zu töten und unser Territorium anzugreifen". Der Diplomat betonte, dass Russland niemanden bedrohe. Die westlichen Länder sollten jedoch berücksichtigen, dass das Land alle Mittel einsetzen werde, um seine Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen.

Russlands Außenministerium erklärte, die Manöver seien die Antwort der russischen Führung auf die jüngsten "kriegerischen Äußerungen westlicher Offizieller" und auf die Handlungen von NATO-Mitgliedern, die eine Bedrohung für Russlands Sicherheit darstellen. Das Verteidigungsministerium betonte ebenfalls, dass das bevorstehende Manöver eine Reaktion auf "provokative Äußerungen und Drohungen westlicher Offizieller" sei.

Letzte Woche hatte der französische Präsident Emmanuel Macron gesagt, das französische Militär könne in die Ukraine geschickt werden, falls Russland dort die Front durchbreche und Kiew deshalb um Hilfe bitten würde. "Russland kann in der Ukraine nicht gewinnen", meinte Macron, denn andernfalls werde es keine Sicherheit in Europa geben.

Der britische Außenminister David Cameron hatte erklärt, die ukrainischen Streitkräfte hätten ein legitimes Recht, mit den gelieferten britischen Raketen russisches Territorium anzugreifen.

Taktische Atomwaffen sind im Gegensatz zu den Strategischen Atomstreitkräften dafür vorgesehen, auf einem räumlich begrenzten Schlachtfeld bestimmte Ziele zu erreichen und nicht einen interkontinentalen Angriff auf Städte im feindlichen Territorium durchzuführen.

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