Liveticker Ukraine-Krieg: EU überweist Kiew 2,86 Milliarden Euro für Drohnen und Raketen

14.10.2026 15:24 Uhr
15:24 Uhr
Französische Politikerin Maréchal: Europa droht Ausschluss von Ukraine-Gesprächen
Europa muss den Dialog mit Russland suchen, um nicht von der Beilegung des Ukraine-Konflikts ausgeschlossen zu werden. Marion Maréchal, Gründerin und Vorsitzende der französischen Partei Identité-Libertés (IDL) und Nichte der Rechtspolitikerin Marine Le Pen, erklärte dies gegenüber dem Fernsehsender LCI.
In dem Zusammenhang führte die Politikerin aus:
"Wie lässt sich ein Konflikt beenden, wenn man nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt in einen diplomatischen Dialog mit denjenigen tritt, die unmittelbar daran beteiligt sind? Ich denke, dass dies früher oder später auf jeden Fall ein unvermeidlicher Schritt sein wird. Und wenn die Europäer dies nicht tun, dann werden es die Amerikaner, die Länder des Nahen Ostens oder die Türkei tun. Doch dann wären wir vom Verhandlungsprozess völlig ausgeschlossen."
Frankreich erziele keine Vorteile durch einen vollständigen Abbruch der Beziehungen zu Russland, fügte Maréchal hinzu. Es gebe diplomatische Aufgaben, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gelöst werden müssten.
15:00 Uhr
Klitschko macht ukrainische Behörden für Probleme mit Luftabwehr in Kiew verantwortlich
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat die ukrainische Regierung dafür verantwortlich gemacht, dass die Luftverteidigung der ukrainischen Hauptstadt schlecht funktioniere. Während seiner Rede in der Werchowna Rada sagte er, dass man sich ständig darüber beklagt, dass "in Kiew einiges schiefläuft oder schlecht umgesetzt wurde".
"Die Leute können sagen, was sie wollen – sie können Klitschko sogar für den Dritten Weltkrieg verantwortlich machen… Aber ich bin nicht der Einzige, der fragt: Wo ist die Luftabwehr zum Schutz der Hauptstadt? Wo ist der Schutz für die Anlagen von Ukrenergo? Wo sind die Milliarden, die dafür bereitgestellt wurden?"
Zuvor hatte Wladimir Selenskij Klitschko kritisiert und ihm eine schlechte Vorbereitung Kiews auf den Winter vorgeworfen.
14:35 Uhr
Drohnen nehmen Stellungen ukrainischer Armee auseinander (Video)
Drohnenpiloten des russischen Truppenverbands Ost zerstörten bei einem Einsatz im Gebiet Saporoschje gegnerische Stützpunkte. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
14:07 Uhr
Peskow: Kontakte bezüglich einer möglichen Energiewaffenruhe dauern an
Die Vereinbarungen über einen möglichen Energiewaffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine seien bislang nicht konkretisiert worden. Die Arbeit in dieser Richtung dauere an, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Damit reagiert er auf die Frage eines Journalisten, ob die Berichte des russischen Verteidigungsministeriums über jüngste Angriffe auf ukrainische Energieanlagen bedeuteten, dass Moskau die Idee eines Energiewaffenstillstands ablehne.
13:30 Uhr
EU: 2,86 Milliarden Euro für Drohnen und Raketen an Kiew überwiesen

Diego Herrera Carcedo/Anadolu via Getty Images Am Mittwoch hat die EU-Kommission 2,86 Milliarden Euro an Kiew ausgezahlt, wie aus einer Mitteilung der Behörde hervorgeht. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, erklärt dazu:
"Mit der heutigen Auszahlung von 2,86 Milliarden Euro decken wir weiterhin den dringendsten operativen Bedarf der Ukraine, einschließlich Drohnen und Flugkörpern, die für ihre Verteidigung von entscheidender Bedeutung sind."
Mit diesen Geldern sollen Drohnen, Luftabwehrsysteme, Flugkörper, Radarsysteme, elektronische Kriegsführungssysteme und Munition beschafft werden.
Die Überweisung erfolgte im Rahmen der Verteidigungskomponente des Unterstützungsdarlehens für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. Der Kredit umfasst Mittel in Höhe von 60 Milliarden Euro für Verteidigung und 30 Milliarden Euro zur Unterstützung des Haushalts im Zeitraum 2026/2027.
12:55 Uhr
Gebiet Kursk: Mehr als 100 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, wurden binnen 24 Stunden 110 Geschosse aus der Ukraine auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte hätten 152 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Elfmal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Chinstein meldet einen Verletzten. Darüber hinaus sei eine Energieanlage beschädigt worden, wodurch 98 Häuser ohne Strom seien.
12:27 Uhr
FT: Verlangsamung von Starlink traf ukrainisches Militär unvorbereitet
Die Einschränkungen des Starlink-Satelliteninternetsystems hätten das ukrainische Militär auf dem falschen Fuß erwischt, denn alles sei ohne Vorwarnung geschehen. Dies berichtet die Zeitung Financial Times unter Berufung auf ukrainische Quellen.
Bei den von ukrainischen Drohneneinheiten genutzten Starlink-Terminals seien Signalstörungen aufgetreten, was am frühen Mittwochmorgen mehrere Einsätze beeinträchtigt habe, hieß es. Ein ukrainischer Beamter sagte gegenüber dem Blatt:
"Die Logistik an der Front sowie Angriffe auf Ziele im Hinterland sind stark eingeschränkt."
Die Einschränkungen seien "ohne Vorwarnung, einfach mitten in der Nacht" erfolgt, fügte er hinzu.
11:48 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden ein Toter und 13 Verletzte
Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, ist ein ziviler Einwohner infolge ukrainischer Angriffe ums Leben gekommen. 16 weitere, darunter ein Minderjähriger, hätten Verletzungen erlitten. Drei der Verwundeten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Jugendliche sei in kritischem Zustand.
Insgesamt seien 15 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das Gebiet fünfmal mit Artillerie beschossen. Zudem habe der Gegner sechsmal Sprengsätze mittels Drohnen abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden habe die Luftabwehr insgesamt 150 Drohnen abgeschossen, fügt Schuwajew hinzu.
11:07 Uhr
Sberbank bestätigt ukrainische Angriffe auf Rechenzentrum
Sberbank bestätigt einen Angriff ukrainischer Drohnen auf das Rechenzentrum in Balakowo im Gebiet Saratow. Alle Systeme funktionieren jedoch weiterhin, wie Alexander Wedjachin, der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Sberbank, gegenüber Journalisten mitteilt.
"Wir bestätigen den Angriff auf das Rechenzentrum. Dabei funktionieren alle Systeme und Dienste der Sberbank weiterhin störungsfrei."
10:35 Uhr
Rada-Abgeordneter: Ukrainische Armee ist zu 200 Prozent von Starlink abhängig
Der Abgeordnete der Werchowna Rada, Alexei Gontscharenko, erklärt auf Telegram, die Streitkräfte der Ukraine seien "absolut" vom Satelliteninternet Starlink abhängig.
"NIEMAND kann die Geheimdienstinformationen der USA ersetzen. Nun ja, China könnte es vielleicht. […] NIEMAND kann die Starlink-Verbindung für unser Militär ersetzen. Wir sind zu 200 Prozent von Starlink abhängig. Absolut."
Gontscharenko zufolge ist nun eine Reise in die USA erforderlich, um eine Aufhebung der Beschränkungen für den Zugang der ukrainischen Streitkräfte zu diesem Dienst auszuhandeln.
"Was muss dringend getan werden? Die Drähte in den USA heißlaufen lassen. Anrufen, reden, verhandeln, einen Mittelweg finden. Die ukrainische Delegation muss bereits in die USA fliegen."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
