
Bayern: Apple-Rückzieher sorgt für Varta-Betriebsschließung und 350 Arbeitslose

Das Batterieunternehmen Varta legte vor fünf Jahren den Grundstein für die Erweiterung der Produktionskapazitäten am bayerischen Standort Nördlingen. Die Geschäftsführung fokussierte sich dabei auf die reine Kooperation mit dem US-Unternehmen Apple. Zu diesem Zeitpunkt bestückte der US-Technologiekonzern seine AirPods ausschließlich mit Varta-Batterien. Nun teilte ein Varta-Sprecher am Dienstag mit, dass das Unternehmen seinen wichtigsten Kunden verloren habe. Die Konsequenz lautet, dass rund 350 Arbeitsplätze in Nördlingen sowie am Unternehmenssitz im nahegelegenen Ellwangen abgebaut werden müssen.
Das US-Unternehmen Apple, der wichtigste Kunde für das schwäbische Unternehmen Varta, hat kurzfristig angekündigt, keine sogenannten Knopfzellen mehr bei dem Batteriehersteller zu bestellen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, will demnach der Großabnehmer "die aus Coin-Power-Zellen bestehende Lieferantenbeziehung nur noch bis Oktober 2026 fortführen." Die benötigten Produkte für seine weltweit vertriebenen Ohrhörer würden in Zukunft nicht mehr aus dem Bayerischen Werk in Nördingen benötigt.

Die WirtschaftsWoche (WW) erklärt zu den sich demnach abzeichnenden Dynamiken und damit verbundenen absehbaren Folgen für die Mitarbeiter des Varta-Werks:
"Im vergangenen Jahr ging es bergab: Apple reduzierte die Bestellungen bei der Varta AG abermals und berücksichtigte den deutschen Hersteller bei einer neuen Produktlinie gar nicht mehr. Nun stellt Apple die Zusammenarbeit mit Varta komplett ein. Die Gründe sind nicht bekannt. Womöglich liegt es am Preis. Inzwischen können zwei Hersteller in China dieselbe Qualität liefern wie Varta, sind aber günstiger."
Im Umfeld von Varta heißt es laut FAZ-Informationen (Bezahlschranke), dass rein der Preis für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen sei, "in der Qualität sei das schwäbische Unternehmen auf Augenhöhe und besser gewesen."
Laut der Schwäbische Zeitung (Bezahlschranke) sei es gerade einmal knapp sechs Jahre her, "als mit großem politischem Flankenschutz und Fördermitteln von mehr als 300 Millionen Euro von Bund und Ländern am Varta-Standort Nördlingen der Grundstein für eine der modernsten Lithium-Ionen-Fabriken Europas gelegt wurde." Im Jahr 2021 nahm das Werk dann die Produktion auf, wobei sich die Varta-Geschäftsführung auf eine langjährige Apple-Kooperation fokussierte.
Laut WW-Artikel hätte der damalige Vorstand bei seinen Plänen sich rein "auf Apple konzentriert und lehnte so manch anderen Kunden ab." Dies rächt sich nun. Der schwäbische Batteriehersteller muss seine Produktion von Knopfzellen in Nördlingen nach dem Verlust des wichtigsten Kunden aufgeben. Durch das Ende der Abnahme ab Oktober entfalle für das Werk "die wirtschaftliche Grundlage und die damit verbundenen Arbeitsplätze".
Von dem Aus sind laut Unternehmen rund 350 Arbeitsplätze in Nördlingen betroffen, die am Dienstag auf einer Betriebsversammlung "über die schlechten Nachrichten informiert wurden." Wie es aus Unternehmenskreisen hieß, könnten darüber hinaus auch im benachbarten Ellwangen, der Varta-Zentrale, noch einige Stellen wegfallen.
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