Europa

Außenministerium: Durch Verzicht auf russische Rohstoffe verliert EU eine Billion US-Dollar

Nach dem Verzicht auf russische Rohstoffe und Kohlenwasserstoffe habe die Europäische Union Milliarden US-Dollar verloren, heißt es aus dem russischen Außenministerium. Auch die Stilllegung der Nord-Stream-Pipeline habe dabei eine Rolle gespielt.
Außenministerium: Durch Verzicht auf russische Rohstoffe verliert EU eine Billion US-DollarQuelle: Sputnik © RIA Nowosti

Die Europäische Union hat durch den Verzicht auf russische Kohlenwasserstoffe Verluste in Höhe von bis zu einer Billion US-Dollar erlitten. Dies erklärte Dmitri Biritschewski, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit im russischen Außenministerium, der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Nach Angaben des Diplomaten hat der Verzicht auf russische Rohstoffe für die EU enorme Verluste zur Folge, da die Preise stark gestiegen sind und Energieressourcen nun zu höheren Tarifen aus anderen Quellen bezogen werden müssen. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur erklärte Biritschewski:

"Sie haben bereits sehr viel verloren. Ich habe Zahlen gesehen, die bis zu eine Billion US-Dollar betragen. Der Verzicht auf russische Rohstoffe, insbesondere auf Kohlenwasserstoffe, hat zu Verlusten geführt, da die Preise gestiegen sind und sie nun teurere Lieferungen aus anderen Quellen beziehen müssen. Hinzu kommen der Terroranschlag auf die Nord-Stream-Pipelines sowie die Entscheidung der EU selbst, auf russische Kohlenwasserstoffe zu verzichten."

Biritschewski teilte außerdem mit, dass Moskau beabsichtige, die Frage der Gaslieferungen nach Europa unter Berücksichtigung der eigenen Interessen zu klären. Er stellte klar, dass die russische Regierung die Möglichkeit prüfe, jenen die Gaslieferungen zu verweigern, "die lautstark verkünden, dass sie das nicht wollen und nicht tun werden, aber heimlich versuchen, Gas zu kaufen". Biritschewski betonte:

"Solange Brüssel es zulässt, kaufen sie schnell etwas, aber gleichzeitig mögen sie Russland nicht. Die Zusammenarbeit mit Ländern, die eine solche Haltung einnehmen, werden wir individuell regeln."

Zuvor hatte Michail Karisalow, Generaldirektor von Sibur, dem größten russischen Petrochemiekonzern, in einem Interview mit der Sendung Westi erklärt, dass die Märkte für Kohlenwasserstoff-Rohstoffe derzeit noch von den vor dem Konflikt im Nahen Osten angelegten Vorräten zehren. Seinen Worten zufolge könnte ein anhaltender militärischer Konflikt langfristig zu einem Mangel an Kohlenwasserstoff-Rohstoffen führen. Er hatte zudem darauf hingewiesen, dass der Konflikt im Nahen Osten die Rohstoffpreise erheblich beeinflusst habe, was sich unweigerlich auf die Preise der Endprodukte auswirken werde.

Und im März hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass es für Russland vorteilhafter sein könnte, die LNG-Lieferungen auf den europäischen Markt vor Inkrafttreten des EU-Verbots einzustellen und sich auf neuen, sich öffnenden Märkten zu etablieren. Der Präsident hatte angekündigt, die Regierung und die Wirtschaft zu beauftragen, diese Frage zu prüfen.

Mehr zum Thema – Wirtschaftsexperte Krainer: Ohne Russland hat Europa keine Überlebenschance

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.