
Israel und Argentinien schließen Abkommen: Netanjahu schwärmt für Milei

Argentiniens Präsident Javier Milei hat bei seinem jüngsten Israel-Besuch in Jerusalem erneut die enge Partnerschaft mit der Netanjahu-Administration nachdrücklich bekräftigt. Nach Wochen der Kritik an dem brutalen Vorgehen der israelischen Armee in Gaza, Iran und Teilen Libanons erklärte Milei wörtlich, er "würdige die Stärke" von Premierminister Netanjahu. Zur weiteren Untermauerung wurde eine neue Organisation gegründet, die die Beziehungen beider Länder im Rahmen eines sogenannten Isaak-Abkommens festigen und perspektivisch auf Lateinamerika ausweiten soll. Die Initiative geht auf den argentinischen Präsidenten zurück.

Der argentinische Präsident Javier Milei traf nach seiner Wahl im Dezember 2023 am Sonntag zu seiner dritten Reise innerhalb von zwei Jahren in Israel ein. Israelische Medien berichten begeistert über das Auftreten des kontrovers wahrgenommenen Präsidenten, der als entschiedener Unterstützer Israels gilt. So schreibt die Jüdische Allgemeine (JA) in Deutschland:
"Bei seiner Ankunft in Jerusalem begrüßten sich beide Politiker demonstrativ herzlich. Netanjahu sagte zu seinem Gast: 'Es wärmt mein Herz, dass du hier bist.'"
Milei unterstrich seine demonstrative Solidarität mit Israel und seine Unterstützung für die Regierung Netanjahu zudem mit einem auf X veröffentlichten Foto von der Klagemauer in Jerusalem, die er zu Beginn seines Besuchs unmittelbar aufsuchte.
En el Muro... pic.twitter.com/AD3cLUoYY4
— Javier Milei (@JMilei) April 19, 2026
Netanjahu und Milei unterzeichneten dann in Jerusalem das zuvor angekündigte "Isaak-Abkommen", das als erste Maßnahmen unter anderem erstmals Nonstop-Flüge zwischen Israel und Argentinien vorsieht. Nach Angaben beider Seiten sollen diese spätestens im Dezember beginnen. Darüber hinaus kündigte Milei laut israelischen Medien den Umzug der argentinischen Botschaft nach Jerusalem an.
Die Webseite Israel heute informiert, der argentinische Präsident habe sich zu einem "der lautstärksten Unterstützer des jüdischen Staates entwickelt". Weiter heißt es dazu:
"Der argentinische Präsident wird der erste ausländische Staatschef sein, der bei der zentralen staatlichen Unabhängigkeitsfeier Israels in Jerusalem eine Fackel entzündet."
Milei gab vor Journalisten folgende Erklärung zum israelisch-argentinischen Verhältnis ab:
"Wir handeln auf der Grundlage gemeinsamer Werte wie Demokratie, Zivilisation und Freiheit, und wir tragen eine gemeinsame Verantwortung, gemeinsam zu handeln. So wie die Abraham-Abkommen aus dem Bekenntnis zum Frieden entstanden sind, sind wir im Kampf gegen den Terrorismus vereint."
Unter diesem Namen hatten mehrere arabische Staaten im Jahr 2020 unter Vermittlung der USA ihre Beziehungen zu Israel normalisiert (RT DE berichtete). Milei setzt daher darauf, dass sich weitere Länder Lateinamerikas dem von ihm im Vorjahr initiierten "Isaak-Abkommen" anschließen. Zu möglichen oder angestrebten Partnern heißt es laut Medienbericht:
"Zunächst sollen Projekte in Uruguay, Panama und Costa Rica gefördert werden. Die AFOIA beabsichtigt laut Mitteilung der Genesis-Stiftung, die Aktivitäten im kommenden Jahr auf Brasilien, Chile, Kolumbien und möglicherweise El Salvador auszuweiten. Die Ausweitung hänge von den politischen Gegebenheiten und der Unterstützung von Spendern ab."
Dabei werde von potenziellen Mitstreitern "die Einstufung von Hamas und Hisbollah als Terror-Organisationen" erwartet.
Der israelische UN-Botschafter Danny Danon begrüßte die laut israelischen Medien "diplomatische Initiative" Mileis und kommentierte:
"Angesichts der Feindschaft gegenüber dem jüdischen Staat durch einige Länder der Region ist die Unterstützung Israels durch lateinamerikanische Länder, die derzeit am Rand stehen, sehr wichtig."
Das neue Abkommen soll "Handel, Tourismus und politische Kontakte" maßgeblich erleichtern. Netanjahu sprach demnach von einer "Rückkehr zu einer 'Allianz der Freiheit' in Südamerika".
Die Initiative soll laut JA-Artikel "die Nachkommen Isaaks und Nationen jüdisch-christlicher Tradition zusammenführen" ‒ "zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie sowie im Kampf gegen Terrorismus, Antisemitismus und Drogenhandel", wie Netanjahu vor Pressevertretern erklärte.
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