Der Rückgang des Absatzes bei Volkswagen hat sich im dritten Quartal weiter beschleunigt. Weltweit wurden von Juli bis September rund 1,89 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken an Kunden ausgeliefert. Damit hat Volkswagen 14,3 Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilten.
Besonders stark fiel der Absatzrückgang auf dem chinesischen Markt aus, wo das Minus 38,5 Prozent beträgt. VW hat damit von Januar bis September gut sechs Millionen Autos verkauft. Das sind 9,0 Prozent oder rund 600.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Noch dramatischer fiel der Rückgang bei der VW-Tochter Audi aus, die im abgelaufenen dritten Quartal fast ein Fünftel weniger Autos an ihre Kunden auslieferte. Insgesamt waren es fast 315.000 Fahrzeuge der Kernmarke, wie das Unternehmen in Ingolstadt mitteilt. Das bedeutet ein Minus von 19,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit beschleunigt sich der Abwärtstrend bei Audi. Im zweiten Quartal hatte der Rückgang noch bei rund acht Prozent gelegen.
Auf die ersten neun Monate des Jahres gerechnet, liegt Audi derzeit bei 1,04 Millionen Auslieferungen. Das sind 11,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. In den ersten neun Monaten des Jahres hat Audi in China knapp ein Viertel und in den USA rund ein Sechstel weniger Autos verkauft. In Deutschland und Europa liegt Audi für die ersten neun Monate immerhin leicht im Plus.
Wie alle deutschen Autobauer leidet die VW-Tochter unter dem harten Wettbewerb und dem schwächelnden Markt in China. Zudem treffen die US-Zölle den Autobauer besonders hart, weil er – anders als beispielsweise BMW – keine eigene Produktion in den USA hat.
Laut Audi wird der Rückgang aktuell verstärkt durch Modellwechsel bei den beiden Volumenmodellen A1 und Q2. Wie deutlich der seit einigen Jahren laufende Abwärtstrend bei dem Unternehmen ist, zeigt ein Vergleich mit älteren Zahlen. Im dritten Quartal des Jahres 2023 hatte Audi noch knapp 480.000 Autos seiner Kernmarke ausgeliefert und damit rund die Hälfte mehr als jetzt.
Zuletzt waren Volkswagen und Audi Ende September in den Negativ-Schlagzeilen: Wegen eines Schraubenabrisses in der Lenkungsverschraubung musste der Konzern rund zwei Millionen Fahrzeuge zurückrufen.
Anfang September hatte der Aufsichtsrat von Volkswagen dem Sparplan des Konzernvorstands zugestimmt, der die Streichung von 50.000 Arbeitsplätzen sowie die Schließung von vier Werken in Deutschland vorsieht, für die eine alternative Verwendung gesucht wird. Für das VW-Werk in Osnabrück wurde diese bereits gefunden: Dort sollen künftig Rüstungsgüter hergestellt werden.
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