Die neueste Entwicklung des russischen Forschungs- und Produktionszentrums "Uschkuinik" ermöglicht es, Anlagen und Fahrzeuge am Boden vor feindlichen FPV-Drohnen erfolgreich zu schützen. Alexei Tschadajew, Generaldirektor des Unternehmens mit Sitz in Weliki Nowgorod im westlichen Teil Russlands, berichtete in einem Interview über die Details.
Der Komplex mit dem Namen "Passeka" (zu Deutsch: Bienenstand) sei erstmals auf dem III. Internationalen Technologiekongress vorgestellt worden, der vom 8. bis 10. September im militärischen Erlebnispark "Patriot" im Gebiet Moskau stattgefunden hat, sagte der Unternehmenschef im Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Und weiter:
"Das neu entwickelte "Passeka"-System ist in der Lage, ein Objekt rundum vor einer FPV-Drohne am Boden zu schützen. Vier runde Module mit zwölf Netzwerfern sorgen für 360-Grad-Schutz."
Die Agentur teilt entsprechende Aufnahmen auf ihrer Webseite.
Laut Tschadajew würden derzeit neben Flugdrohnen auch Bodenroboter in großem Umfang eingesetzt. Die Letzteren seien aber verwundbar, da es unmöglich sei, am Boden einer FPV-Drohne zu entkommen. "Sie holt einen ein und tötet ihn", so der Firmenchef.
Bei der Annäherung einer FPV-Drohne erkenne der Schutzkomplex das Fluggerät automatisch mithilfe künstlicher neuronaler Netze und feuere aus einer Entfernung von bis zu 20 Metern ein Netz mit einer Fläche von vier mal vier Metern ab. Das gesamte Objekt lasse sich mit vier Modulen und insgesamt 48 Netzwerfern schützen.
"Dabei ist das System sehr kosteneffizient", teilte Tschadajew ferner mit. "Darin wird ein gewöhnliches Fischernetz eingesetzt, das abgefeuert wird und die Rotoren der FPV-Drohne verheddert." Wichtig sei auch, dass der Austausch einer Kartusche in einem abgefeuerten Netzwerfer nur wenige Sekunden in Anspruch nehme.
Die im September durchgeführten Tests hätten laut dem Generaldirektor sämtliche Eigenschaften, die der "Passeka"-Komplex aufweise, vollständig bestätigt.
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