Bei einem Treffen mit Journalisten im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nicht beabsichtige, NATO-Mitgliedstaaten anzugreifen.
"Ich rede mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin hat keine Pläne, NATO-Territorium anzugreifen", sagte Trump. Damit reagierte er auf die Frage eines Reporters, ob die Drohnenvorfälle in Deutschland als Angriff auf das Bündnis gewertet werden könnten.
In der Nacht zum 5. August soll auf dem Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs vom Typ An-124 Ruslan eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden sein. Ein weiteres unbemanntes Fluggerät soll wenige Minuten nach dem Fund der ersten Drohne mit einem DHL-Frachtflugzeug kollidiert sein. Zehn Tage später wurde in der Nähe des Flughafens Leipzig eine dritte Drohne entdeckt.
Deutschland machte Russland für die Vorfälle verantwortlich, ohne dafür Beweise vorzulegen. Moskau wies den Vorwurf als eine "in großer Hast inszenierte Provokation" zurück.
Trump ging bei dem Gespräch im Oval Office außerdem auf die geplanten Ukraine-Gespräche seiner Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in der russischen Hauptstadt ein. "Wir haben sie dorthin geschickt, um zu prüfen, ob wir etwas erreichen können."
Der US-Präsident führte hierzu aus:
"Sie bringen einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges mit, denn ich habe acht Kriege beendet. Ich hoffe, Sie sind stolz auf mich. Ich habe acht Kriege beendet, und niemand würdigt diese Leistung. Ich habe acht Kriege beendet, und habe ich dafür einen Nobelpreis bekommen? Nein."
Der Besuch der US-amerikanischen Unterhändler ist für den 5. und 6. September geplant. Sie werden Moskau besuchen und anschließend nach Kiew reisen, wie zahlreiche Medien berichteten.
Laut der New York Times dauerten die Vorbereitungen für die Reise mehrere Wochen. Washington soll demnach gefordert haben, dass Kiew für die Zeit des US-Besuchs Drohnenangriffe auf Moskau und russische Energieanlagen vorübergehend stoppe. Russland sei aufgefordert worden, Raketenangriffe auf Kiew zu unterlassen.
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