"Engel des Donbass": Donezk gedenkt der im Krieg getöteten Kinder

330 leere Sitze, 330 Spielzeuge: In Donezk erinnerte eine Gedenkveranstaltung an Kinder, die seit 2014 im Donbass-Konflikt ums Leben kamen. Ein Jugendchor sang, Aktivisten legten Blumen nieder – auf der Bühne stand ein zerstörtes Schulpult.

Im Zentrum von Donezk haben am Sonntag mehrere Menschen der Kinder gedacht, die im Zuge des Konflikts im Donbass ums Leben kamen. Die Gedenkveranstaltung fand auf dem Gelände des Jugendpalastes "Junost" statt, der von den Streitkräften der Ukraine zerstört worden war.

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von den Aktivisten der Jugendorganisation der russischen Regierungspartei Einiges Russland "Molodaja Gwardija" (die junge Garde). Die Organisatoren stellten 330 Kinderspielzeuge auf den Zuschauersitzen der Aula aus. Dann trat dort der Jugendchor "Rostok" aus der Stadt Gorlowka mit dem Lied "Strahl der goldenen Sonne" auf.

Zum Abschluss legten die Aktivisten und Ehrengäste Blumen an einem spontan entstandenen Mahnmal auf der Bühne nieder. Über der Installation hing ein Banner mit der Aufschrift: "Engel des Donbass. Wir erinnern uns..." Auf der Bühne stand auch ein durch einen Granatsplitter zerstörtes Schulpult. Der örtliche Jugendminister Denis Schimanowski sagte:

"Für uns ist das ein Tag der Trauer und des Gedenkens, den wir unmittelbar im Donbass begehen. Denn es handelt sich um Kinder, die im Donbass ums Leben kamen und die an nichts schuld waren. Und heute wird die Jugend auf jeden Fall aller im Donbass umgekommenen Kinder gedenken."

Er fügte hinzu, dass der Veranstaltungsort nicht zufällig gewählt wurde, sondern dass anstelle jedes einzelnen Spielzeugs im Zuschauerraum ein Kind hätte sitzen können.

In der Volksrepublik Donezk finden jährlich am 27. Juli Gedenkveranstaltungen für Kinder statt, die seit 2014 durch Angriffe der ukrainischen Streitkräfte ums Leben kamen. Gedenkveranstaltungen finden nicht nur in der Republik, sondern auch in anderen russischen Regionen statt.

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