Die NATO hat nach Ansicht des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk derzeit allen Grund, über die Herausforderungen innerhalb des Militärbündnisses besorgt zu sein. In einem Beitrag auf X (Twitter) schreibt der Regierungschef, dass die größte Bedrohung für die transatlantische Gemeinschaft im "andauernden Zerfall", nicht in "äußeren Feinden" liege. Die NATO müsse alles Mögliche tun, um diese "verhängnisvolle Tendenz" umzukehren.
Am Freitag hatte Washington den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, dass die Entscheidung "absehbar" war. Der Truppenabzug soll in sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Derzeit sind rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert.
Die Entscheidung wurde kurz nach den Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg getroffen. Der Regierungschef erklärte, dass Washington keine "Ausstiegsstrategie" habe und von Teheran bei den Verhandlungen gedemütigt werde.
Donald Trump drohte zudem mit dem NATO-Austritt, nachdem mehrere Mitgliedstaaten seiner Ansicht nach nicht genug Hilfe bei den Kampfhandlungen im Iran-Konflikt geleistet hatten. Außerdem kritisierte Trump die Weigerung der Partner, Schiffe zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus zu entsenden.
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