Bundespräsidentenwahl: Merz will jetzt eine Frau als Staatsoberhaupt

Im Januar wird die Bundesversammlung über die Nachfolge von Präsident Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Kanzler Friedrich Merz unterstützt offenbar eine weibliche Kandidatur. Wird eine Frau gewählt, steht sie erstmals an der Staatsspitze der Bundesrepublik.

Laut mehreren Medienberichten hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz für eine Frau als Staatsoberhaupt ausgesprochen. Auf einer Konferenz in der CDU-Parteizentrale am Montag versicherte der Regierungschef, er werde seiner Partei eine "Konsenskandidatin, Kandidatin der politischen Mitte" vorschlagen. Es müsse eine Frau sein, dieser Punkt stehe fest. Namentlich nannte Merz eine Kandidatin nicht.

Merz hatte seit Langem seine Sympathien für eine Staatschefin zum Ausdruck gebracht. Als mögliche Kandidatinnen werden in der CDU Bildungsministerin Karin Prien, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und die hessische Fraktionsvorsitzende Ines Claus gehandelt. CSU-Chef Söder schlägt dabei die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner vor.

Seit der Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949 wurde das Amt des Bundespräsidenten ausschließlich von Männern bekleidet. Frank-Walter Steinmeier, der im Jahr 2017 gewählt wurde, muss nach dem Ende der zweiten Amtszeit im März 2027 die Position verlassen und darf nicht mehr kandidieren. Die Bundesversammlung für die Wahl des Staatsoberhauptes findet voraussichtlich am 30. Januar 2027 statt.

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