Die Bundesmarine bestätigt den Vorfall. Auch die deutschen Mainstreammedien berichten ausführlich und mit Begeisterung über das "geheime" Geschehen zwischen Irland und Island im Nordatlantik. Laut einem Artikel der Welt wurden dafür gleich zwei deutsche Fregatten in das Seegebiet verlegt.
Der Interessenverband der Deutschen Marine erklärt, dass die Testaufgabe darin bestand, die Reichweite der Raketen der maritimen Bundeswehrtruppe "deutlich zu vergrößern". Mit dem Test und Abschuss "einer ballistischen Rakete des israelischen Herstellers IAI Industries" sei seitens der Bundesregierung "ein wichtiges Signal gesendet" worden, berichtet das Handelsblatt. Dieses laute:
"Das Land ist bereit, sich entschlossen zu verteidigen."
Von der Fregatte "Sachsen-Anhalt" der Bundesmarine wurden in der Nacht zum 2. September "mindestens zwei ballistische Raketen des israelischen Typs LORA gestartet." LORA steht dabei für "Long Range Artillery". Die Marine bezeichnet laut Information der Webseite Sicherheit und Verteidigung (SUV) "die Erprobung im Nordatlantik als Vorstufe einer möglichen Beschaffung". Die Bild-Redaktion berichtet ergänzend:
"LORA ist eine ballistische Rakete, die in Israel entwickelt, produziert und von dem Land auch wiederholt eingesetzt wurde. Sie wird in einem Startcontainer bereitgestellt und kann so an Bord von Schiffen vergleichsweise schnell eingesetzt werden."
Der verantwortliche Marineinspekteur Jan Christian Kaack erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch:
"Mit dem erfolgreichen Schuss einer ballistischen Rakete gestern Nacht im Nordatlantik, haben wir Marinegeschichte geschrieben. Ich bin hochzufrieden mit dieser Leistung."
Das getestete System lasse sich laut dem Instagrambeitrag "erfolgreich von unseren Einheiten aus einsetzen und die mögliche Reichweite übersteigt alles, was wir bisher kannten."
"Zum Schutz Deutschlands" und der NATO-Verbündeten stelle dieser Test samt der Erprobung "ein neues Kapitel in Sachen Abschreckung und Verteidigungsbereitschaft auf See dar", so der Vizeadmiral darlegend. Medienberichte zeigten sich begeistert. So erklärt die Handelsblatt-Redaktion ihren Lesern:
"Was ein israelisches Raketensystem der Deutschen Marine bringt. 'Lora' könnte ein Baustein der 'Deep Strike'-Strategie werden. Die ballistische Rakete steigt nach dem Start steil auf und stürzt mit Überschallgeschwindigkeit auf ihr Ziel."
Die Bild-Redaktion erfuhr, dass nun im Pistorius-Ministerium (BMVg) demnach bereits Pläne "für eine Beschaffung der Waffen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern vorangebracht werden."
Der mögliche Kauf dieses Waffensystems sei Teil der deutschen Rüstungsprogramme, "die nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aufgelegt wurden." Diese sollen unter anderem dazu dienen "Russland abzuschrecken".
Der Hersteller Israel Aerospace Industries (IAI) bewirbt laut SUV-Artikel das System als taktische Rakete "für Präzisionsschläge" und informiert, sie sei "fähig, strategische Ziele tief in feindlichem Gebiet von mobilen oder maritimen Plattformen aus zu treffen."
Jedes erkannte Ziel in Reichweite "könne binnen zehn Minuten zerstört werden." Nach Absprache zwischen der Bundesregierung und Medienagenturen lautet die weitere Berichterstattung, dass die Bundeswehr "offenbar im Rahmen der Aufrüstung angesichts von Russlands Angriffskrieg in der Ukraine das LORA-System als Ergänzung zum deutsch-schwedischen Marschflugkörper Taurus anschaffen will."
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