Deutschland bleibt bei der Versorgung mit seltenen Erden weiterhin stark vom Ausland abhängig – allen voran von China. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.
Im Jahr 2025 importierte Deutschland rund 5.500 Tonnen. Das entspricht einem Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Gesamtwert der Importe legte deutlich zu und belief sich auf 77,6 Millionen Euro.
Mehr als die Hälfte der eingeführten Menge – konkret 55,4 Prozent – stammte aus China. Zwar ist dieser Anteil im Vergleich zu 2024 gesunken, dennoch bleibt die Bundesrepublik in hohem Maße abhängig von Lieferungen aus dem Reich der Mitte.
Als zweit- und drittwichtigste Lieferländer folgten Österreich und Estland. Allerdings handelt es sich dabei häufig um weiterverarbeitete Rohstoffe, deren ursprüngliche Herkunft statistisch nicht mehr eindeutig nachvollzogen werden kann. Vieles deutet aber darauf hin, dass auch die aus Österreich und Estland bezogenen Produkte ihren Ursprung oft in China haben.
Seltene Erden sind unverzichtbar für zahlreiche Zukunftstechnologien, etwa in der Produktion von Batterien, Halbleitern oder Elektromotoren. Da sie in Deutschland und der Europäischen Union kaum abgebaut werden, ist die Importabhängigkeit entsprechend hoch.
Auf europäischer Ebene zeigt sich ein ähnliches Bild: Fast die Hälfte der in die EU eingeführten seltenen Erden kam 2025 aus China. Im vergangenen Jahr hat China im Handelsstreit mit der EU die Exportkontrollen für seltene Erden massiv verschärft.
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