Trump: Teheran will uranangereichertes Material an USA aushändigen

Die politische Führung in Teheran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vermeintlich zugestimmt, seine Bestände von angereichertem Uran, wörtlich "nuklearen Staub", an die USA zu übergeben. Eine Bestätigung seitens Irans steht jedoch noch aus.

US-Präsident Donald Trump erklärte vor Journalisten in Washington, dass demnach seine Administration bei den Hintergrundgesprächen mit Teheran den wesentlichsten Punkt einer der Bedingungen der USA für ein Abkommen mit Iran erreichen konnte. So soll die politische Führung in Teheran  zugestimmt haben, seine Bestände von angereichertem Uran an die USA zu übergeben. Bis dato erfolgte keine Kommentierung oder Bestätigung seitens Irans.

Vor seiner jüngsten Abreise aus Washington beantwortete US-Präsident Donald Trump Fragen von Journalisten zum Status quo der Gespräche mit der politischen Führung in Teheran. Ohne diesbezügliche Angaben oder Details näher auszuführen, gab Trump zu Protokoll, dass demnach seitens Iran zugestimmt wurde, seine Bestände von angereichertem Uran an die USA zu übergeben.

Wörtlich erklärte Trump zu der wichtigsten Forderung Washingtons für ein Kriegsende:

"Sie haben dem zugestimmt. Sie haben zugestimmt, uns den radioaktiven Staub zurückzugeben, der tief unter der Erde liegt."

Demnach wurde vereinbart, dass die Vereinigten Staaten mit Iran zusammenarbeiten würden, um "den gesamten tief vergrabenen 'nuklearen Staub' auszugraben und zu beseitigen", so US-Medien zitierend.

Weiter führte der US-Präsident aus, dass es vermeintlich "eine sehr gute Chance gibt, dass wir einen Deal erzielen". Zeit- oder Ortsangaben zu seinen Ankündigungen äußerte er dabei nicht. So formulierte Trump, dass beide Länder "sehr kurz" vor dem Erzielen eines Friedensabkommens stünden. Agenturmeldungen berichten zudem über folgende Aussage:

"Der Iran habe außerdem angeboten, für über 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. Die Islamische Republik sei jetzt zu Zugeständnissen in Fragen bereit, die sie vorher noch abgelehnt habe."

Washington rechtfertigt den provozierten Krieg zusammen mit Israel gegen Iran vordergründig mit der Behauptung, dass Teheran mit seiner Uran-Anreicherung kurz vor dem Bau von Atomwaffen stehe, was die politische Führung Irans weiterhin nachdrücklich als unterstelltes aktuelles Ansinnen dementiert.

Das Material diene rein der Nutzung zu zivilen Zwecken, wie der Stromerzeugung und der Energiesicherheit des Landes, nicht der Herstellung von Atomwaffen. 

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